behind the cover

Meine Hobbys sind Lesen, Lesen und Schreiben. Das Ergebnis dieser beiden findet sich hier wieder. Neben Rezensionen der von mir gelesenen Bücher gibt es auch meine Erfahrungen auf dem Weg zu dem ersten von mir verfassten Roman. Autorin werden ist schließlich mein Kindheitstraum - Zeit das der sich erfüllt.

Rezension: Höhenrausch

Höhenrausch - Ildikó von Kürthy

Titel: Höhenrausch

Autor: Ildikó von Kürthy

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

 

Worum es geht: Linda findet heraus, dass ihr Freund sie betrogen hat. Sie will einfach nur weg und sucht nach einer Wohnung in Berlin, um nicht an jeder Ecke an ihren Exfreund erinnert zu werden. Da passt es super, dass Andreas dringend irgendwo hin will, wo nicht Berlin ist und die beiden ihre Wohnungen einfach tauschen können.

Nach einigen Dating Desastern in Berlin trifft Linda dann auch noch auf einen absoluten Traummann. Der Haken: er ist verheiratet. In ihrer Fantasie steigt Linda jeden Augenblick von der Affäre zur Ehefrau auf. Doch die Frage ist, wie lange kann das gut gehen?

 

Was ich sage: Was ich von diesem Buch erwartet habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich habe es einfach bei mir aus dem Buchregal genommen und habe es gelesen. Enttäuscht wurde ich nicht, soviel steht fest. Und das obwohl ich sehr schnell sagen konnte, wie es endet.

 

Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht von Linda erzählt. Wie gut die anderen Charakteren entwickelt sind, ist daher schwer zu sagen. Sie werden immer nur von Linda bewertet.

Linda dagegen ist sehr gut ausgearbeitet. Sie hat eine Vergangenheit und einen facettenreichen Charakter. Außerdem fehlt es ihr nicht an Motivation.

 

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass es zwischendurch immer wieder Zeitsprünge gegeben hat. Diese waren wirklich irritierend, da sie sehr unerwartet und mit großer Regelmäßigkeit aufgetaucht sind.

 

Die Idee für die Geschichte finde ich wirklich gut. Linda hat mich mit ihren ständigen Figur- und Männerproblemen allerdings stark an Bridget Jones erinnert.

Der Schreibstil ist sehr gut, laut und aktiv. Das macht es leicht mit Spaß das Buch bis zum Ende durchzulesen.

 

Fazit: Das Buch Höhenrausch ist eine witzig geschriebene Geschichte, die ihre Höhen und Tiefen hat, aber insgesamt durchaus lesenswert ist. 4 von 5 Sterne.

Rezension: Ich und die anderen

Ich und die anderen Als Selbst-Entwick ler zu gelingenden Beziehungen - Jens Corssen

Titel: Ich und die anderen

Untertitel: Als Selbst-Entwickler zu gelingenden Beziehungen

Autoren: Jens Corssen, Christiane Tramitz

Verlag: KNAUR

 

Klappentext: Wir verspüren Scheu gegenüber anderen und fühlen uns missverstanden. Wir erwarten sehnsüchtig, dass unsere Gefühle erwidert werden. Wir leiden unter Misstrauen, Kontrolle, Neid und fühlen uns den Machtspielen anderer ausgeliefert. Warum ist das so? Warum machen wir in Beziehungen immer wieder die gleichen Fehler?

Jens Corssen, der Verhaltenstherapeut, und Christiane Tramitz, die Verhaltensforscherin, zeigen, wie wir unsere Beziehungsfähigkeit in Partnerschaft, Familie, Beruf und im Freundeskreis verbessern können.

 

Was ich sage: Anfangs war ich wirklich optimistisch, was dieses Buch anging. Ich war motiviert und bereit das gelesene sofort in der Realität auch versuchen umzusetzen. Nach etwa einem Drittel des Buches war diese Euphorie dann allerdings auch verflogen. Denn ab dem Zeitpunkt wurde der Inhalt nicht mehr so leicht greifbar und wissenschaftlicher.

 

Die Idee für das Buch finde ich wirklich gut. Es gibt gute Erklärungen, warum wir reagieren wie wir es eben tun, wenn wir mit anderen Menschen in Kontakt kommen und das auf eine Weise, von der ich bisher noch nie gehört habe: als Selbst-Entwickler. Leider ist es in meinen Augen diese Herangehensweise, die es nicht gerade praktikabel macht, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

 

Den Schreibstil fand ich ansprechend und nicht so langweilig, wie es bei einigen Sachbüchern durchaus üblich ist.

 

Eine Kleinigkeit, die mir aufgefallen ist, ist der Fakt, dass in diesem Buch die Begriffe schüchtern und introvertiert als Synonyme benutzt werden. Das ist allerdings falsch, was in einem Sachbuch zu dem Thema Beziehungsaufbau absolut nicht passieren sollte. Auf meine Bewertung hat dieser doch sehr häufig vorkommende Fehler keine Auswirkungen.

 

Fazit: Das Buch Ich und die anderen ist ein interessantes Buch über Beziehungen zwischen Menschen. Es versucht eine doch sehr wissenschaftliche Herangehensweise an dieses Thema so verständlich wie möglich darzustellen. Das gelingt in meinen Augen leider nicht sehr gut. Daher gebe ich 3 von 5 Sternen. 

Rezension: Schokolade zum Frühstück

Schokolade Zum Frühstück: Das Tagebuch der Bridget Jones - Helen Fielding

Titel: Schokolade zum Frühstück

Untertitel (Serie): Das Tagebuch der Bridget Jones

Autor: Helen Fielding

Verlag: Goldmann

Originaltitel: Bridget Jones's Diary

 

Worum es geht: Im Allgemeinen geht es um ein Jahr im Leben von Bridget Jones. Sie ist Mitte dreißig, hat einen Job, den sie nicht besonders mag, und ist Single. Das Single-Dasein ist ihr größtes Problem. Sie will nämlich sehr gern einen netten Mann an ihrer Seite haben.

Die zwei Männer, die sich ihr zur Wahl stellten, scheinen auf den ersten Blick beide nicht richtig zu sein. Auf der einen Seite stände Mark Darcy zur Auswahl, mit dem ihre Verwandten sie so gern verkuppeln möchten. Während ihn alle für den absoluten Traummann halten, findet Bridget ihn nicht so prickelnd. Auf der anderen Seite ist da Daniel Cleaver, ihr Boss. Bei ihm weiß sie genau, dass sie sich fern halten sollte, doch genau das schafft sie einfach nicht. Für wen soll sie sich also entscheiden? Oder gibt es noch einen dritte Auswahl?

 

Was ich sage: Erwartet habe ich von diesem Buch, dass es sich um eine lustige und charmante Unterhaltung für mal Zwischendurch handelt.

Diese Erwartung hat sich leider nur zum Teil erfüllt. Das liegt daran, dass es sich teilweise um eine leichte und unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch handelt. Zum anderen Teil ist es allerdings doch sehr depressiv und langwierig, was vor allem daran liegt, dass Bridget sich die meiste Zeit selbst bemitleidet. Das wird leider zum dauernden Thema des Buches.

 

Das Buch ist wie es nicht anders zu erwarten ist, aus der Sicht von Bridget geschrieben. Dieser Charakter ist wirklich gut ausgearbeitet. Es gibt eine Vergangenheit und Motivation, durch welche die Handlung vorangetrieben wird.

Inwieweit die anderen auftretenden Charakteren gut ausgearbeitet sind, ist schwer zu sagen. Das liegt daran, dass alles aus Bridgets Sicht beschrieben wird und diese ihre ganz eigene Meinung über die anderen hat. Ich bin mir aber sicher, dass auch die anderen Charakteren gut ausgearbeitete Hintergründe haben.

 

Die Idee für die Geschichte, eine alleinstehende Frau auf Partnersuche zu schicken, ist sicher nicht neu. Trotzdem ist die tollpatschige und zugleich charmante Art von Bridget Jones sicher einzigartig.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend und aktiv geschrieben, was man von einem Buch, das im Stil eines Tagebuchs geschrieben wurde, auch erwarten darf.

 

Fazit: Das Buch Schokolade zum Frühstück ist eine gut geschriebene Lektüre für zwischendurch, die durch Charme und lustige Unterhaltungen auftrumpft. Leider ist die immer wiederkehrende und langanhaltende Depression von Bridget etwas störend. Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

Rezension: Die 5 Sekunden Regel

Die 5 Sekunden Regel: Wenn du bis 5 zählen kannst, kannst du auch dein Leben verändern. Der internationale Bestseller. Mit ErinnerDich Armband für einen bewussten Alltag - Mel Robbins

Titel: Die 5 Sekunden Regel - Wenn du bis fünf zählen kannst, kannst du auch dein Leben verändern

Autor: Mel Robbins

Verlag: frechverlag

Oriiginaltitel: The 5 Second Rule - Transform your Life, Work and Confidence with Everyday Courage

 

Klappentext: Das überraschend einfache Geheimnis, wie du es schaffst, selbstbestimmt dein Leben in die Hand zu nehmen, ist die 5-Sekunden-Regel. Sie ist so unkompliziert wie wirksam: wann immer du einen Traum verwirklichen oder ein Ziel erreichen möchtest, zähle 5-4-3-2-1 und pack es an! Egal, ob es darum geht, deine berufliche Erfüllung zu finden, endlich regelmäßig Sport zu treiben oder eine Partnerschaft neu zu beleben.

Mehr als 8 Millionen Menschen weltweit haben das Geheimnis bereits für sich entdeckt. Authenische Social-Media-Posts im Buch zeugen vom Erfolg.

 

Was ich sage: Das erste Mal gehört von der 5 Sekunden Regel habe ich schon vor längerer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt fand ich das schon sehr spannend, habe mich aber nicht weiter damit beschäftigt. Dann kam dieses Buch und mit dem Wissen, dass es sich um ein wahnsinnig spannendes Thema handelt, hatte ich hohe Erwartungen an eben dieses. Es sollte eine Anleitung bieten, wie genau die Regel anzuwenden ist.

Genau diese Anleitung gibt es in dem Buch wirklich. Leider hat mich das Buch trotzdem nicht überzeugt, Das liegt vor allem daran, dass ich das Gefühl hatte, dass der Inhalt des Buches auf mindestens die Hälfte reduziert werden könnte. Der Rest besteht aus den Erfahrungsberichten (in Form von Social Media Posts) von Menschen, die die Regel bereits anwenden. Um jeden dieser Erfahrungsberichte herum wird das Konzept noch einmal erklärt. Damit gibt es nicht nur einmal die Anleitung, sondern gefühlte hundertmal zu vielen verschiedenen Themen (Anwendungsbereichen). Das fand ich tatsächlich etwas schade.

 

Von der Idee zu diesem Buch bin ich nach wie vor begeistert. Ich empfehle die 5 Sekunden Regel eigentlich auch jedem weiter, den ich kenne.

Der Schreibstil ist gut und ruft - sofern es sich nicht um einen Social Media Post handelt - zu Action auf, der man gern folgt.

 

Fazit: Die 5 Sekunden Regel von Mel Robbins ist eine tolle Einladung das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Ich empfehle diese Regel sehr gern weiter. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, da es dank einer Überschwemmung von Erfahrungsberichten sehr langatmig wird. Daher vergebe ich nur 2 von 5 Sternen. Trotzdem werde ich die Regel sicher anwenden.

#Autorenalltag: Kontinuierlich schreiben

Vor einiger Zeit habe ich den Schreibtipp gegeben, dass man am besten täglich schreiben sollte. Auch habe ich zwei Hilfsmittel vorgestellt, die bei der Überprüfung des täglichen Fortschritts helfen können. Heute möchte ich euch - wie versprochen - erzählen, welche der beiden Hilfsmittel ich persönlich bevorzuge.

 

Bevor es aber dazu kommt, möchte ich hier noch gestehen, dass ich mich selbst nicht immer an den Tipp halte. Es ist also so, dass ich nicht jeden Tag schreibe. Ich versuche es aber und werde - so glaube ich zumindest - immer besser und komme dem Ziel immer näher.

 

Um mich selbst zu motivieren hilft der Schreib-Tracker. Bei diesem kann ich täglich mit einem grünen oder einem roten Stift eintragen, ob ich etwas gemacht habe oder nicht. Dieses Hilfsmittel ist mir sehr viel lieber, als die Schreib-Übersicht.

Das liegt einerseits daran, dass der Schreib-Tracker auch ohne PC zur Verfügung steht. Ich schreibe sehr viel mit Stift und Papier. Der PC ist also gar nicht an. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich ohne Bildschirm vor der Nase um einiges kreativer sein kann. Außerdem lohnt es sich dann auch, sich mit der aktuellen Geschichte zu arbeiten, wenn man nur wenige Minuten Zeit hat. Damit ist es einfacher, das Ziel des täglichen Schreibens zu erreichen.

Ein anderer Grund, dafür dass ich den Schreib-Tracker bevorzuge, ist dass ich erst sehr spät anfange zu schreiben. Das bedeutet, dass ich den Plot in Stichpunkten aufschreibe, Charakterbögen und Ortsbeschreibungen erstelle, bevor die eigentliche Geschichte entsteht. Diese Prozesse zähle ich natürlich als einen grünen Tag, doch ich zähle die Anzahl der Worte, die ich bei dieser Vorarbeit schreibe, nicht mit. Also schreibe ich an den Tagen 0 Wörter in die Schreib-Übersicht. Da finde ich die grüne Farbe in einer Tabelle viel schöner.

 

Das war ein kleiner Einblick in meinen Autorenalltag. Den wird es immer geben, wenn ich einen Schreibtipp gegeben habe. Auf diese Weise bekommt ihr einen Einblick, wie ich meine eigenen Tipps umsetzte.

Rezension: Gefürchtete Feinde

Verzaubert 3: Gefürchtete Feinde - Anna-Sophie Caspar

Titel: Gefürchtete Feinde

Reihe: Verzaubert

Teil: 3

Autor: Anna-Sophie Caspar

Verlag: Impress

 

Worum es geht: Nach dem Kampf in Nathaniels Reich fliehen die Elementare zu den Priesterinnen des Orakels von Delphi auf die Insel des Phoenix. Dort sollen alle auf den erneuten und endgültigen Kampf gegen Nathaniel vorbereitet werden. Ziel ist es Vespa zu befreien und das Phoenix-Ei wieder an sich zu reißen. Gerade wegen letzterem fühlt sich Effie unnatürlich leer. Sie merkt, wie sich die Phoenix-Seele immer öfter regt und befürchtet die Oberhand in ihrem eigenen Körper zu verlieren. Ihre andere Sorge gilt Eden, der sich immer wieder merkwürdig verhält. Vielleicht kämpft sich auch seine Tierseele in den Vordergrund. Doch was bedeutet das für ihre Zukunft und für den nächsten Kampf?

 

Was ich sage: Von diesem dritten und letzten Teil der Reihe habe ich vor allem erwartet, dass er sich nahtlos an die vorherigen Teile einfügt und die ganze Reihe ohne offene Fragen beendet.

Das ist auch wirklich gut gelungen. Es beginnt genau an der Stelle, an der der zweite Teil aufgehört hat. Als Leser verpasst man also keine wichtigen Ereignisse. Enden tut das ganze mit einer Art Epilog und dem Wissen, dass es tatsächlich endet. Fragen sind zu diesem Zeitpunkt keine mehr offen.

 

Gewählt wurde auch im letzten Teil der Reihe eine personale Erzählperspektive. Hierbei wird wie in den Teilen zuvor wieder Effie verfolgt. Da sie der Held der Geschichte ist, macht das auch durchaus Sinn. Sie bekommt schließlich alles mit.

Die Charakteren selbst sind sehr gut entwickelt. Sie haben ihre Vergangenheit, die sich auf ihr Verhalten auswirkt. Auch eine Motivation für ihre Handlungen ist bei allen Vorhanden.

 

Die Idee für die Geschichte finde ich nach wie vor sehr gut. Die Sache mit den Elementaren und ihren Kampf um ihre Existenz habe ich so noch nie zuvor gelesen und ich finde es als eine gelungene Weiterentwicklung zu den normalen Superkräften. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass man gern weiterliest. Er ist sehr aktiv, was durch viele Dialoge aber auch durch viele Verben erreicht wurde.

 

Fazit: Das Buch Gefürchtete Feinde ist ein gelungener Finale für die Verzaubert-Trilogie. Es ist eine spannende Geschichte, der man gern an der Seite der lebendigen Charakteren folgt. Daher gebe ich an dieses Buch 5 von 5 Sternen.

#Schreibtipp: Jeden Tag ein bisschen

Mit dem heuten Tag möchte ich die Kategorie #Schreibtipp in diesem Blog etablieren. Während ich selbst gerade versuche herauszubekommen, wie man als Autor am besten vorankommt, gebe ich nützliche Tipps, die ich selbst einmal bekommen habe und erzähle wie ich damit umgehe und zurecht komme.

 

Mein erster Tipp in dieser neuen Kategorie ist auf den ersten Blick eine sehr banale Sache, auf den zweiten jedoch ist es etwas schwierig ihn umzusetzen. Gehört habe ich diesen Tipp allerdings von sehr vielen Autoren und von solchen, die es werden wollen. Hier fehlen darf er also auf keinen Fall. Der Tipp lautet: jeden Tag ein bisschen.

 

Ich weiß, dass man in einem vollen Alltag manchmal nur schwer Platz fürs Schreiben findet. Man hat einfach zu viel um die Ohren, um noch eine Sache mit einzuschieben. Deshalb ist mein Tipp, sich ein kleines Ziel zu setzten. Wie wäre es also mit 10 Minuten täglich? Das ist eine Zeit, die jeder mal zwischendurch frei hat. Es muss ja nichts perfekt formuliertes sein, die Hauptsache ist doch, dass man sich überhaupt mit dem Schreiben befasst hat.

 

Im folgenden möchte ich noch zwei Systeme vorstellen, mit denen ich meine Schreib-Gewohnheiten kontrolliere:

 

1. Der Schreib-Tracker

Auf diesem Blatt wird das ganze Jahr eingetragen und dann einfach nur in grün oder rot eingetragen, ob an dem Tag etwas gemacht wurde oder nicht. Wer das ganze lieber für jeden einzelnen Monat machen will, kann das natürlich auch machen. Auch denkbar ist es, in einem bereits vorhandenen Kalender alles einzutragen.

 

2. Die Schreib-Übersicht

An dieser Stelle wird es etwas komplizierter. Hier wird nämlich nicht nur eingetragen, ob geschrieben wurde oder nicht, sondern es wird auch die tatsächlich geschriebene Anzahl an Wörtern eingetragen. Auf dem Foto ist die Jahresübersicht zu sehen. Diese ist mit einer Tabelle für den jeweiligen Monat verbunden.

Das Prinzip ist einfach: man wählt die gewünschte Anzahl an Wörtern aus, die man täglich schreiben möchte. Das ist eine Spalte. In einer anderen Spalte trägt man ein, wie viele Wörter an dem Tag bereits geschrieben worden sind. Dann kann man je nach Belieben weitere Spalten dazufügen oder man zieht einfach Summen, um zu schauen, wie viel man bisher im gesamten Monat geschrieben hat. Eine andere Möglichkeit ist sicherlich, dass man schaut, wie viele Wörter man noch schreiben muss, um sein Ziel zu erreichen.

 

Ihr seht also, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Denkt euch doch auch ein System aus, bei dem ihr Freude daran habt, täglich eure Fortschritte einzutragen. Habt ihr das vielleicht schon gemacht? Dann erzählt mir davon. Ich freue mich immer wieder von euren Erfahrungen zu hören.

 

Beim nächsten Mal erzähle ich euch, welches dieser Systeme ich persönlich besser finde und entsprechend auch mehr nutze.

Rezension: Der emotionale Rucksack

Der emotionale Rucksack: Wie wir mit ungesunden Gefühlen aufräumen - Vivian Dittmar

Titel: Der emotionale Rucksack - Wie wir mit ungesunden Gefühlen aufräumen

Autor: Vivian Dittmar

Verlag: Kailash

 

Klappentext: Äußerlich sind es nur winzige Kleinigkeiten, die uns von jetzt auf gleich total aus der Fassung bringen. Schlagartig werden wir von starken Emotionen überschwemmt - oder fühlen plötzlich gar nichts mehr. Die Gedanken fahren Karussell - oder wir müssen plötzlich ganz dringend Schokolade essen. Das passiert immer dann, wenn unser emotionaler Rucksack ins Spiel kommt. Er enthält Erlebnisse aus der Vergangenheit, die wir nicht verarbeitet haben. Doch emotionales Gepäck ist kein überflüssiger Ballast. Es steckt im Gegenteil voller Schätze, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Jede Lebenserfahrung, egal wie schwierig, birgt auch ein Geschenk. Den Schlüssel dazu finden wir in unserem Rucksack. Wenn wir uns ihm bewusst zuwenden, kann er zu einer Quelle von Verbindung und echter Intimität werden.

 

Was ich sage: Von dem emotionalen Rucksack habe ich schon zwischendurch gehört. Mit dem Thema habe ich mich allerdings nie näher beschäftigt. Was ich also von dem Buch Der emotionale Rucksack erwarten sollte, wusste ich nicht - mehr als Informationen zu dem Thema, steht sich.

 

Der erste Teil des Buches kümmert sich dann auch genau darum: die Wahrnehmung, dass jeder einen emotionalen Rucksack hat und jeder die Verantwortung für eben jenen übernehmen soll. Der Teil hat mir sehr gefallen.

Die Autorin hat mit ihrer eigenen Entdeckung ihres emotionalen Rucksacks begonnen und ihre Reise bis zum jetzigen Zeitpunkt beschrieben - nicht zu detailreich, aber so, dass man selbst dazu motiviert wird, die eigene Reise anzutreten ohne Angst davor zu haben. Außerdem berichtet sie von Menschen, die ihre Seminare besucht haben und wie unterschiedlich und gleichzeitig wie gleich die verschiedenen Menschen mit ihren Rucksäcken umgehen. Bei mir hat dieser erste Teil des Buches den starken Wunsch aufgebracht, meinen eigenen Rucksack zu erforschen.

Nach dem Lesen des Teil zwei und drei des Buches war es mit der Lust dann auch schon wieder vorbei. Ich fand die Erläuterungen und Anleitungen für den Umgang mit dem emotionalen Rucksack eher schwammig formuliert und nicht ganz nachvollziehbar. Vielleicht liegt das auch an meiner Wahrnehmung. Es könnte sein, dass ein Seminar zu dem Thema besser für mich geeignet ist, als dieses Buch. Andererseits bin ich vielleicht auch noch nicht bereit mich voll auf das Thema einzulassen.

 

Richtiggehend enttäuscht war ich dann vom Ausblick, der nach dem dritten Teil folgt und einen Blick in die Zukunft für das Thema emotionaler Rucksack verspricht. Daran ist im Allgemeinen nichts auszusetzen - im Gegenteil: ich finde das eine sehr gute Idee. Bei diesem Buch wurde gleich zu Anfang des Ausblicks geschrieben, dass keine Utopie beschrieben werden soll. Genau das ist es in meinen Augen allerdings geworden: eine Utopie.

 

Neben vielen praktischen Übungen, die man immer mal wieder in den Hauptteilen trifft (es sind insgesamt 20 Übungen), gibt es im Anhang auch noch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Auf diese Weise vermittelt das Buch nicht nur die Theorie, sondern zeigt auch einen Weg in die Praxis auf. Aber Achtung: die meisten Übungen sollte man mit einem Partner machen, also sollte man das Buch vielleicht nicht allein lesen - oder gleich zwei kaufen.

 

Die Idee zu dem Buch, die breite Masse der Gesellschaft über die Existenz des emotionalen Rucksacks und den korrekten Umgang mit eben jenen auszuklären, finde ich wirklich gut. Es war genau das, was meine Neugier, einen Blick in das Buch zu werfen entfesselt hat.

Der Schreibstil ist eines Sachbuchs würdig.Trotz der Trockenheit hat man nie das Gefühl gehabt, zwischendrin aufgeben zu müssen. Die meiste Zeit wurde man von einer lockeren Stimmung durch das Buch gezogen. Dabei wurde aber nie die Ernsthaftigkeit des Themas vergessen, sodass man die Gedanken doch immer noch bei seinem emotionalen Rucksack hat.

 

Fazit: Das Prinzip des emotionalen Rucksacks habe ich von Anfang an für sehr spannend gehalten. Leider empfand ich die Beschreibungen in diesem Buch als etwas zu schwammig formuliert, dass man sich bei dem Thema nicht sicher bewegen kann. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.

Rezension: Lass uns über Style reden

Lass uns über Style reden - Michael Michalsky

Titel: Lass uns über Style reden

Autor: Michael Michalsky

Verlag: edel

 

Klappentext: Viele denken, sie sind stylisch, wenn sie sich gut kleiden. Doch zu einem stilvollen Leben gehört viel mehr. Welche Musik höre ich? Wie wohne ich? Welche Meinungen vertrete ich und wie kommuniziere ich mit meinen Mitmenschen? Wie komme ich stilvoll und authentisch durch den Alltag?

Michael Michalsky denkt in seinem Buch über diese Themen nach und verrät uns, was Style wirklich bedeutet. Unterhaltend, kurzweilig und informativ erzählt Michalsky aus seinem Erleben und teilt seine Erfahrungen, die ihn zum bekanntesten Liefestyle-Designer Deutschlands gemacht haben.

 

Was ich sage: Meine Haupterwartungen an dieses Buch waren, dass man einen genauen Eindruck davon bekommt, was Style ist und auch eine Art Anleitung, wie man selbst Style bekommt. Diese Erwartungen wurden zum Teil erfüllt, denn war Style oder anders ausgedrückt Stil ist, wird genauestes analysiert und auch auf verschiedene Bereiche des Lebens angewandt. Schwieriger wird es allerdings bei der Anleitung wie man selbst Style bekommt, was ich mir bei genauerer Betrachtung aber auch hätte denken können. Denn: Style hat man oder eben nicht. Dieses Buch kann einem also zeigen, wo im eigenen Leben Style ist und wo eben dieser fehlt.
Dass nicht alle meine Erwartungen erfüllt wurden, ist also nicht so schlimm, denn sie waren sowieso nicht ganz realistisch. Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch nicht ganz überzeugen konnte. Das gewisse Etwas hat einfach gefehlt.

Vom Prolog - also der kleinen Einführung in das Thema - war ich vom ersten Moment an begeistert. Diesen hatte ich bereits in einer Leseprobe gelesen und aufgrund dessen war ich mir absolut sicher, das Buch haben zu müssen. Diese Entscheidung habe ich auch nie bereut.
In das Thema Style wird dann in sechs verschiedenen Bereichen eingetaucht, die in dem Buch noch in viele kleine Kapitel eingeteilt sind. Das finde ich eine wunderbare Lösung. Ich denke nicht, dass es anders Sinn ergeben hätte.
Leider ist mir allerdings aufgefallen, dass die Kapitel sich an manchen Stellen sehr in persönlichen Anekdoten des Autors verlieren und das eigentliche Thema des Buches etwas in den Hintergrund gerät. Besonders aufgefallen ist mir das bei dem Teil Sex und wie wir lieben. Da hatte ich das Gefühl, dass der Teil nicht zum Rest des Buches passt. Es kam mir mehr vor wie ein Beziehungsratgeber als ein Buch über Style.
Der Epilog hat mich dann wieder genauso gepackt wie der Prolog, und das obwohl er sehr viel kürzer ist. Die Klammer um den Inhalt des Buches stimmt also, auch wenn der restliche Inhalt da nicht ganz mithalten kann.

Die Idee für das Buch finde ich wirklich gut. Ich habe bisher noch kein Buch gefunden, dass Style auf die Weise darstellt, auf die ich diesen Begriff immer schon interpretiert habe. Dieser Rundumblick auf das Thema ist wirklich hilfreich, wenn man auf der Suche nach seinem eigenen Style ist, aber auch wenn man diesen bereits gefunden hat.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Art ist locker und witzig. Das macht es zu einem Vergnügen, das Buch zu lesen.

 

Fazit: Ganz überzeugen konnte mich das Buch Lass uns über Style reden nicht. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch nicht das halten konnte, was der Prolog versprochen hat. Daher gibt es von mir nur 3 von 5 Sternen, auch wenn ich dem Buch aus tiefsten Herzen gern mehr gegönnt hätte.

Rezension: Das Schwert der todlosen Königin

Das Schwert der Todlosen Königin (Der Schatz der gläsernen Wächter 2) - Dane Rahlmeyer

Titel: Das Schwert der todlosen Königin

Reihe: Der Schatz der gläsernen Wächter

Teil: 2

Autor: Dane Rahlmeyer

 

Worum es geht: Kriss darf nach ihrem Abenteuer zu den Gläsernen Wächtern endlich wieder in der Wüste am Tempel der Zeit forschen. Ihr alter Freund Alrik ist dabei stets an ihrer Seite und freut sich genauso sehr wie sie die Schätze, die dieser Tempel bietet, zu bergen und zu entschlüsseln. Ebenso an ihrer Seite ist Lian, der Junge, den sie liebt. Bei ihm befürchtet sie jedoch, dass er sie über kurz oder lang verlassen würde.
Bei einem Besuch in der Stadt Ka-Scha-Raad wird allerdings Alrik entführt. Zusammen mit den Kameraden ihres letzten Abenteuers und einigen neuen Gesichtern nehmen Kriss und Lian sofort ihre Verfolgung auf. Doch was haben die Fremden mit der todlosen Königin, die vor Jahrhunderten gestorben ist, zu tun? Werden sie Alrik da rausholen können, solange ihm noch nichts passiert ist?

 

Was ich sage: Da ich den ersten Teil dieser Reihe schon gelesen habe und als absolut lesenswert eingestuft habe, hatte ich an diesen Teil große Erwartungen. Zur gleichen Zeit hatte ich allerdings die Befürchtung, dass es eben nicht mit dem sehr guten ersten Teil nicht mithalten könnte. Diese Befürchtung war allerdings vollkommen unberechtigt: dieser zweite Teil der Reihe kann mit dem ersten alle Mal mithalten.
Erwartet habe ich wieder ein spannendes Abenteuer, das einem keine Verschnaufpause gönnt und es vermag den Leser bis zum Schluss mit einer abwechslungsreichen Handlung und lebendigen Figuren zu fesseln.
Genau das bekommt der Leser auch und man kann vom ersten bis zum letzten Wort mitfiebern. Auch dieser Teil wird wieder auf der Sicht von Kriss erzählt. Auf diese Weise hat der Leser eine gute Gelegenheit die Entscheidungen von ihr zu verstehen, da er ja auch alle ihre Emotionen aus erster Hand mitbekommt.

 

Die Charakteren selbst sind sehr gut dargestellt und so wie man das als Leser beurteilen kann auch sehr gut ausgearbeitet. Sie haben eine Vergangenheit, die ihr Handeln in der Geschichte bestimmt, und ihre eigenen Motivation.

 

Die Idee für die Geschichte gefällt mir sehr gut. Kriss wird nicht nur mit den typischen Problemen der ersten großen Liebe konfrontiert, sondern gleichzeitig auch noch damit den letzten Part ihrer Familie zu verlieren.
Der Schreibstil ist – wie gewohnt – ein Genuss zu lesen.

 

Fazit: Das Buch Das Schwert der todlosen Königin ist ein spannendes Abenteuer, das es vermag den Leser mitzureißen. Dafür gibt es natürlich 5 von 5 Sternen.

Rezension: Das erste Horn

Das Erste Horn  - Richard Schwartz

Titel: Das erste Horn

Reihe: Das Geheimnis von Askir

Teil: 1

Autor: Richard Schwartz

Verlag: PIPER

 

Worum es geht:

Ein Wintersturm zwingt ganz verschiedene Personen dazu in einem Gasthof Schutz zu suchen. Unter ihnen befindet sich auch der Ritter Havald, der sich zu alt fühlt, um überhaupt noch lange am Leben zu sein. Lediglich Leandra fasziniert ihn so sehr, dass er seine Pläne ein Stück nach hinten verschieben möchte. Sie ist auf der Suche nach einem Mann, der längst tot ist, und einem längst untergegangenen Land.
Dann passiert in der ersten Nacht ein Mord und alles ändert sich.

 

Was ich sage:

Erwartet habe ich von dem Buch Das erste Horn, dass es sich um ein spannendes Fantasy-Abenteuer handelt. Obwohl ich skeptisch war, genau das auch zu bekommen, da laut Klappentext alles in dem Gasthof spielen soll.
Die Skepsis war vollkommen unbegründet. Die Handlung spielt zwar in dem Gasthof, wird dadurch allerdings nicht weniger spannend. Ein Fantasy-Abenteuer ist es übrigens auch.

 

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Havald erzählt. Das finde ich eine sehr gute Idee, da vieles der Handlung immer um diesen Charakter passiert. Er beschwert sich allerdings lieber über sein Alter.

Die Gestaltung der Charakteren ist ein bisschen durchwachsen. So finde ich, dass jeder von ihnen etwas zu sehr in eine Richtung geht und selten bis gar Vielfalt in den Charakterzügen zeigt, die das Leben doch irgendwie ausmachen.

 

Die Idee für die Geschichte finde ich sehr gut. Und die Umsetzung ist auch gelungen, denn ich denke, dass nicht viele Autoren eine Geschichte, die nur an einem Ort stattfindet so gut geschrieben hätten.
Vom Schreibstil her ist das Buch sehr angenehm zu lesen.

 

Fazit:

Das Buch Das erste Horn ist ein tolles Fantasy-Abenteuer, welches den Leser mit sehr viel Spannung abholt. Ein kleinen Negativpunkt stellen die Charakteren dar. Insgesamt bedeutet das 4 von 5 Punkten.

Quelle: http://coverworlds.de/das-erste-horn

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg: Roman (Die kleine Bäckerei am Strandweg 3) - Sonja Hagemann, Jenny Colgan
Worum es geht:

Nachdem es im letzten Jahr zu Weihnachten drunter und drüber gegangen ist, ist Pollys Plan in diesem Jahr an Weihnachten das Bett gar nicht mehr zu verlassen. Stattdessen will sie zusammen mit Huckle einfach mal gar nicht machen.
Da es im Leben aber nicht immer so läuft, wie man es plant, kommt es in diesem Falle auch ganz anders. Und alles beginnt damit, dass ihre beste Freundin Polly ein Geheimnis anvertraut, welches für sie nur schwer geheim zu halten ist, da sie selbst darunter genauso leidet wie ihre Freundin.

Was ich sage:

Von dem Buch “Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg” habe ich erwartet, dass es sich um eine süße weihnachtliche Geschichte handelt, die dem Leser in Stimmung auf die Feiertage bringt. Bekommen tut man eine Geschichte, die zwar Weihnachten als Thema hat, aber auch sehr gut zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden kann. In eine festliche Stimmung wird man als Leser also nicht gebracht.
Mir hat besonders gut gefallen, dass man dieses Buch auch ohne die Vorkenntnisse aus den beiden vorhergehenden Bänden der Reihe lesen kann. (Die habe ich nämlich nicht gelesen und hatte schon die Befürchtung, dass ich dadurch einen Nachteil haben würde. Dem war allerdings nicht so.)

Die Erzählperspektive verfolgt Polly. Lediglich der erste Teil, den ich hier einfach mal als Vorspann bezeichne, ist von einem allgemeinen Erzähler übernommen worden.
Viel zu den Charakteren kann ich gar nicht sagen. Das ist nämlich der einzige Punkt, für dessen Bewertung es sicherlich von Vorteil ist, alle Bände der Reihe gelesen zu haben. Ich bin mir sicher, dass sie sehr gut ausgearbeitet sind, sonst könnten sicher keine drei Bücher mir ihnen gefüllt werden, allerdings bekommt man in diesem Band von der Motivation einiger Charakteren nichts mit. Lediglich anhand von Polly als Hauptcharakter bekommt diese Details auch mit.
Allgemein fand ich die Charakteren etwas zu versteift, möchte ich es mal nennen. Jede Person hat einen Charakterzug bzw. eine Eigenschaft, die über die Länge des Buches beibehalten wird. Eine Entwicklung hat nicht stattgefunden. So hatte ich das Gefühl, dass die meisten Charakteren in einer ziemlichen Melancholie festgesteckt haben.

Die Idee für die Geschichte finde ich sehr gut und gerade, wenn man die anderen beiden Bände der Reihe betrachtet, war dies sicher der nächste logische Schritt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen.

Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch “Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg” gut gefallen. Leider bringt es den Leser nicht so gut in Weihnachtsstimmung, wie ich gehofft habe. Die Idee für die Geschichte ist trotzdem sehr gut und auch die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Die Charakteren können leider nicht ganz überzeugen, da sie etwas versteift wirken. Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

Die Winterprinzessin

Die Winterprinzessin - Kai Meyer
Worum es geht:

Wilhelm Grimm erhält von Goethe ein Empfehlungsschreiben, durch welches er hofft, einen Job als Lehrer am Hof von Karlsruhe zu bekommen. Sein Bruder Jacob begleitet ihn auf dem Weg von Kassel nach Karlsruhe, um Märchen für ihr nächstes Buch sammeln zu können. Auf dem Weg begegnen die beider einer indischen Prinzessin, die ebenfalls auf dem Weg nach Karlsruhe ist.
Endlich am Hof angekommen, frreut sich Wilhelm darauf das Kind unterrichten zu dürfen. Allerdings erfährt er dort, dass das Kind bereits nach der Geburt gestorben ist und es deshalb keinen Job gibt. Dann aber heißt es, dass das Kind doch nicht tot sei, sondern lediglich mit einem toten Kind vertauscht wurde, um es vor Feinden zu schützen.
Die Sache wird immer mysteriöser, als immer mehr Personen auftauchen, die Interesse an dem Kind haben, das eigentlich tot sein sollte. Und dann wird Wilhelm auch noch entführt.

Was ich sage:

Erwartet habe ich von dem Buch “Die Winterprinzessin” von Kai Meyer, dass es sich um ein spannendes Abenteuer handelt, das vermag den Leser in jeder Sekunde mitzureißen.
Anfangs habe ich tatsächlich daran gezweifelt, dass ich es jemals so sehen würde. Das liegt vor allem daran, dass man sich erst einmal in Erzählungen vertieft findet, warum Wilhelm überhaupt in der Lage ist, in der er eben ist. Es machte den Eindruck, als würde das gesamte Buch auf diese Langatmigkeit aufbauen. Auch der erste Versuch Spannung aufkommen zu lassen, indem ein Feuer in einem Gasthaus ausbricht und droht ein wichtiges Dokument zu verbrennen, konnte an dem Gefühl nichts ändern. Das lag vor allem daran, dass die Geschehnisse um den Brand herum eher erzwungen wirken und nicht, als würden sie tatsächlich in die Geschichte gehören. Später wird klar, dass dies lediglich dazu diente, ein paar Charakteren, die wichtig für die Geschichte werden sollten, vorzustellen.

Das Buch wird aus der Sicht des Ich-Erzählers beschrieben. Bei diesem handelt es sich um Wilhelm Grimm. Das ist eine sehr gute Wahl, da er auch Mittelpunkt sämtlicher Handlungen zu sein scheint, auch wenn meist alle anderen die Entscheidungen für ihn und ohne sein Wissen fällen.
Die Charakteren sind sehr gut ausgearbeitet. Sie alle haben eine Vergangenheit und eine Motivation, die ihre Handlungen vorantreiben. Da das Buch aus Wilhelms Sicht erzählt wird und damit aus der naivsten Sichtweise, bleiben die Motivationen der anderen auch für den Leser ein Geheimnis, was alles sehr viel spannender macht.

Den Titel finde ich etwas irreführend, das möchte ich an dieser Stelle loswerden. Zwar spielt die Geschichte im Winter und es gibt auch eine Prinzessin, doch das beides hat wenig bis gar nichts miteinander zu tun.

Fazit:

Die Geschichte einer Insel...

Die Frau von Shearwater Island: Roman - Magali Robathan

Titel: Die Frau von Shearwater Island

Autor: Magali Robathan

Verlag: List

 

Worum es geht:

Alice ist auf Shearwater Island geboren und aufgewachsen. Schon damals haben viele Leute die Insel verlassen. Deshalb musste auch sie für die Schule weg. Ihre Träume vom Studieren hatte sie aber aufgegeben als ihr Vater erkrankte. Sie kehrte zurück auf die Insel. Kurz darauf verstarben ihre Eltern und sie musste sich um die Farm kümmern.
Jahre später taucht ein Brief des berühmten Schriftstellers Patrick Fox auf der Insel auf. Er bittet um Erlaubnis den Winter auf der Insel verbringen zu dürfen. Auch wenn viele der Inselbewohner dagegen sind, darf er trotzdem kommen. Alice erklärt sich bereit, ihn bei sich aufzunehmen.
Anfangs scheint sie keinen Draht zu ihm aufbauen zu können, doch sie findet schnell heraus, dass der gut aussehende Fremde sehr an dem Klatsch und Tratsch der Inselbewohner interessiert ist. Also sammelt sie was sie kriegen kann, um sich seiner Aufmerksamkeit gewiss zu sein. Auch ihre eigenen Geheimnisse vertraut sie ihm an. Es scheint das Richtige zu sein, denn immerhin ist er ihr Seelenverwandter. So musste es einfach sein. Oder etwa doch nicht?

Was ich sage:

Erwartet habe ich einen spannenden Roman, den man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch habe ich den ein oder anderen Fetzen Romantik erwartet.
In gewisser Weise wird keines von beiden erfüllt. Während die Spannung noch ab und zu auftaucht, bevor sie von Erzählungen gähnender Langeweile aufgelöst wird, glänzte die Romantik mit vollkommener Abwesenheit. Zwar geht es viel um Liebe, aber von Romantik ist keine Spur.

Die Erzählperspektive verfolgt Alice. Damit weiß der Leser auch nur das, was Alice weiß und erfährt viel über ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Ich bin sehr froh, dass diese Perspektive nicht von anderen Charakteren unterbrochen wurde. Auf diese Weise wird die Spannung an einigen Stellen noch hochgehalten, wodurch der Leser dazu animiert wird, weiter zu lesen.
Die Charakteren selbst sind sehr gut entwickelt und haben alle ihre ganz persönliche Geschichte, die im Laufe des Romans preisgegeben wird. Doch auch trotz dieser Hintergrundgeschichten von jedem einzelnen Charakter, kamen sie mir teils doch sehr unrealistisch vor.

Die Idee für die Geschichte finde ich gut. Ein Autor ist auf der Suche nach etwas Ruhe vom Großstadtleben. Ich glaube, dass Digital Detox gerade in Zeiten wie diesen ein großes Thema ist. Dass der Autor dann zu so einer ganz andere Geschichte inspiriert wird, als er gedacht hat, ist dann die andere Seite.
Den Schreibstil fand ich etwas lieblos. Als Leser hat man sich nicht wirklich gut aufgehoben gefühlt. Man war irgendwie nie in der Geschichte drin. Die Balance zwischen Dialog und Erzählung hat leider nicht ganz gestimmt.

Fazit:

Die Idee für das Buch “Die Frau von Shearwater Island” war gut, leider ist die Umsetzung dieser Idee doch eher mangelhaft ausgefallen. Spannung kam nur zwischendurch mal auf, während die Erzählweise der Geschichte trocken und wenig emotional wirkte. Insgesamt vergebe ich für dieses Buch drei von fünf Punkten.

Quelle: http://coverworlds.de/die-frau-von-shearwater-island

Zu viele Liebesbekundungen

A Thousand Boy Kisses - Tillie Cole, Silvia Gleißner

Titel: A Thousand Boy Kisses

Autor: Tillie Cole

Verlag: LYX

 

Worum es geht:

Als Rune fünf Jahre alt ist, kommt er mit seiner Familie aus Norwegen nach Amerika. Bereits am ersten Tag lernt er Poppy kennen und die beiden werden “beste Freunde für unendlich”.
Als die beiden acht sind, stirbt Poppys Großmutter. Das aber nicht ohne Poppy noch eine Aufgabe zu hinterlassen, die sie den Rest ihres Lebens erfüllen soll: tausend Jungsküsse sammeln – aber nur die ganz besonderen und nur die mit dem einen ganz besonderen Jungen, den sie immer lieben wird. Für Poppy und Rune ist klar, dass er der Junge ist, mit dem sie diese eintausend besonderen Jungsküsse teilen wird.
Als sie 15 Jahre alt sind, werden sie aber wieder getrennt, weil Rune zurück nach Norwegen muss. Kurz darauf bricht der Kontakt zu Poppy ab. Warum erfährt er nicht. Zwei Jahre später sieht er sie wieder und alles zwischen ihnen hat sich geändert. Doch was genau ist geschehen?

Was ich sage:

Erwartet habe ich von diesem Buch eine süße Liebesgeschichte mit einem Plot, der den Leser mitreißen kann. Außerdem habe ich gut ausgearbeitete Charakteren mit einzigartigen Geschichten und Motivationen erwartet.
Diese Erwartungen konnte das Buch nur teilweise erfüllen. So handelt es sich tatsächlich um eine Liebesgeschichte, die man sicher als süß bezeichnen kann. Leider habe ich einen mitreißenden Plot vermisst. So habe ich das Gefühl gehabt, dass etwa 90 % des Buches daraus bestehen, dass die beiden Hauptcharakteren in Schwärmereien und Liebesbekundungen füreinander aufgehen. Die gut ausgearbeiteten Charakteren sind vorhanden. Auch wenn die Motivation für Handlungen dieser immer nur in der Liebe zu dem jeweils anderen ist, so ist sie doch vorhanden.

Die Geschichte wird mehr oder weniger abwechselnd aus der Sicht von Poppy und Rune erzählt. Das ist eine gute Wahl, da diese beiden die Hauptcharakteren sind und auch – mit einigen Ausnahmen – die einzigen Charakteren in diesem Buch sind.
Charakterlich sind Poppy und Rune sehr gut ausgearbeitet. Sie haben einzigartige Eigenschaften und verändern sich aufgrund von Ereignissen. Da die Geschichte beginnt als die beiden fünf Jahre alt sind, kann der Leser die beiden praktisch aufwachsen sehen. Die Motivation für alle ihre Handlungen ist – wie oben bereits erwähnt – die Liebe zueinander.
Neben Poppy und Rune kommen auch noch andere Charakteren vor. Diese scheinen für die Geschichte allerdings eher nebensächlich zu sein. Das ist auch der Grund, weshalb ich sie hier erst nicht erwähnen wollte. Doch ich wollte zumindest erwähnen, dass auch diese Charakteren sehr gut ausgearbeitet zu sein scheinen.

Die Idee für die Geschichte finde ich sehr schön. Ein Glas, in dem man tausend Küsse mit einer besonderen Person sammelt. Eigentlich bin ich ja nicht so der romantische Mensch, aber die Idee hat es mir wirklich angetan.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Eine Balance zwischen Dialog und Erzählung ist nicht wirklich gegeben, da die Geschichte Hauptsächlich in den Gedanken der Hauptcharakteren stattfindet. Dies hat allerdings sehr gut in den Stil rein gepasst. Daher fand ich das nicht so schlimm.

Fazit:

Mit A Thousand Boy Kisses hatte Tillie Cole eine wirklich süße Idee für eine Geschichte. Leider hat es mir bei der Umsetzung an Plot gefehlt und die ewigen Liebesbekundungen, die immer da waren, wurden einfach zu viel. Daher vergebe ich lediglich 2 von 5 Punkten.

Quelle: http://coverworlds.de/a-thousand-boy-kisses

Reading progress update: I've read 104 out of 384 pages.

Die Frau von Shearwater Island: Roman - Magali Robathan

Bisher ist dieses Buch leider noch nicht sehr fesselnd. Eher im Gegenteil: zwischendurch regelrecht langweilig. 

Ich habe nun ca. ein Viertel des Buches gelesen und hoffe wirklich darauf, dass es noch Fahrt aufnimmt.

Ich lese gerade

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Die Zweite Legion
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